Ein Trainer stellt sich vor

Cristoph Höche
Cristoph Höche

Die Saison 2014/2015 wirft ihre Schatten voraus. Die Mannschaften werden neu sortiert und organisiert. Erste Weichen wurden mittlerweile gestellt. Das Trainerkarussell drehte sich. Ein neuer Mann wird die sportliche Verantwortung für unsere Jungs in den nächsten zwölf Monaten übernehmen: Christoph Höche. Wer ist er? Was wird anders? Was dürfen wir erwarten und was erwartet er? In einem Interview stellte er sich den Fragen und gab erste Einblicke.

Geboren am 30.11.1973 in Berlin begann seine Fußballkarriere bei Tennis Borussia Berlin. Sein Vater- damaliger Fußballlehrer in diesem Verein- prägte ihn stark. Heute noch hält Christoph ihn für den „besten Trainer der Welt“. Danach durchlebte er einige Vereinsstationen: SSV, Wacker 21, SCC, Türkiyemspor, BFC Dynamo, Sachsen Leipzig, Falkensee-Finkenkrug und zum Schluss bei BFC Preußen, wo er dann offiziell seine Karriere beendete. Sein größter sportlicher Erfolg war die Saison 98/99 (damals beim SSV). Hier wurde er vom Sportmagazin Kicker in die „Elf des Jahres der Regionalliga Nordost“ gewählt. Seine persönlich beste Zeit erlebte er aber bei Sachsen Leipzig. Ein sehr professionell geführter Verein mit „allem Drum und Dran“.

Nach dem Karriereende und erfolgreichem Abschluss der C-Lizenz möchte er nun seine Erfahrungen weitergeben und ein wenig in die großen Fussstapfen seines Vaters treten: das Traineramt leben, ausbilden, Spieler und Mannschaften weiterentwickeln. Er legt dabei wert auf höchste Disziplin und fokussiert sich nach dem Motto: Stärken stärken und Schwächen schwächen. Das Spielergebnis im Wettbewerb oder eine bestimmte Platzierung in der Tabelle steht dabei nicht im Vordergrund. Die Entwicklung zählt!

Vom Persönlichkeitsbild seiner Spieler erwartet er insbesondere Lernbereitschaft und Ehrlichkeit. Mit Wahrheiten kann er gut umgehen – auch wenn es nicht immer die schönsten Nachrichten sind. Er geht damit geradlinig und fair um. Lügen und Misstrauen bildende Aussagen nerven ihn dagegen total.

Wen man ihm eine kleine Freude machen möchte, dann sollte man ihm ein Filetsteak servieren. Er ist bekennender „Fleischfresser“. Oder mit seinem Lieblingsverein – dem 1.FC Köln – mitfiebern. Warum Köln? Fragt ihn einfach selber.

In den letzten Tagen konnte er sich ein erstes Bild über unsere Jahrgänge 2000 und 2001 (U15/C-Jugend) machen. Es wartet viel Arbeit auf ihn, sieht aber gutes Entwicklungspotenzial. Deshalb wird die Saisonvorbereitung sehr intensiv werden. Mit Trainingsbeginn am 04.08.2014 müssen sich die Spieler auf tägliche Trainingseinheiten inkl. Vormittagszeiten und Wochenenden einstellen. Genaueres wird er noch bekannt geben. Schwerpunkte der Trainingsinhalte werden Individualtaktiken, Zweikampftaktiken, Gruppentaktiken und Angriffspressing im Mannschaftsverbund werden. Als erstes Grundsystem wird er ein 4-4-2 lehren und dann im folgendem um das offensivere 3-4-3-System ergänzen.

Die Kaderstärke der U15/C1-Jugend wird zwischen 16+2 und 18+2 liegen. Alle Spieler sollen viele Wettbewerbseinsätze erhalten. Spieltagsindividuelle Spielerüberhänge der C1 werden bei den Spielen der C2/C3 eingesetzt, so seine Vorstellung.

Gerne würde er auch die bereits vor einigen Jahren begleitete Schulkooperation mit der HBO wieder übernehmen. Hierzu lag aber zum Zeitpunkt des Interviews noch keine Entscheidung vor.

Seine Vision? Er möchte in den Bereichen C- und B-Jugend wesentliche Grundlagen legen, um irgendwann mal im A-Jugendbereich die stärkste Kraft Berlins zu werden. SSC Teutonia auf Niveau der TOP 10 Vereine aus Berlin? Eine tolle Vorstellung und ein großer Schritt nach vorne.

Einen letzten Apell möchte Christoph an die Eltern bzw. Zuschauer richten: „Lasst die Schiedsrichter in Ruhe. Kein Reinrufen oder werten von Entscheidungen. Auch wenn es dem ein oder anderen Fußballerherz widerstrebt. Die jungen Herren haben es schon schwer genug und für das Image des Vereines ist das Verhalten auch nicht gerade förderlich. DANKE!“

 

Nun wissen wir ein wenig mehr über ihn und wie er denkt. Wenn noch Fragen offen sind – was sicher der Fall sein wird – sprecht ihn einfach an. Wir machen jetzt erst einmal Pause und sind schon ganz heiß auf die Vorbereitung. Denkt dran: Start ist der 04.08.2014 um 18 Uhr im Stadion Hakenfelde und nehmt euch in den folgenden Wochen nicht so viel vor.

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Celina tochter von dem Schriftsteller (Samstag, 12 Juli 2014 19:56)

    Sehr schöner Bericht .