U17: Spandauer Kickers - SSC Teutonia 1:1 (0:1)

Schiedsrichter Veysel Sayilgan
Schiedsrichter Veysel Sayilgan

Unfassbar! Schiri Sayilgan erschüttert Spandaus Fußballwelt!

Über 40 Jahre aktiver Spieler, mehr als fünftausend Spiele, die ich gesehen habe. Aber was heute von einem Offiziellen des BFV abgeliefert wurde, das ist mir noch nicht begegnet. Ich möchte vorweg betonen, dass ich mich redaktionell verpflichtet habe, keine Schiedsrichterleistungen zu kommentieren, außer, diese sind besonders positiv. Ich muss hier eine Ausnahme machen und ärgere mich, dass die Videokamera wie sonst üblich nicht mit im Koffer war. Lokalderby und Abstiegskampf! Man könnte vermuten, dass es auf dem Spielfeld heiß her ging. Irrtum!! Beide Mannschaften überzeugten durch Harmlosigkeit. Recht schlechter Fußball und keine Aufreger. Das war dem Schiri wohl auch zu langweilig. Er begann die Partie früh an sich zu reißen. Es ging gerade in der zweiten Halbzeit nicht mehr um Regelauslegung, sondern um persönliche Darstellungsaktionen, die bis zur Aberkennung eines regulären Tores führten:     

Unserem Team sagen wir immer, dass sie es lernen sollen, Schiedsrichterentscheidungen bedingungslos zu akzeptieren. Aber mal ehrlich. Heute kann ich die Jungs gut verstehen. Reihenweise Fragezeichen und keine Antworten auf die Entscheidungen, außer: gelbe Karten und Zeitstrafen für Nachfragen!
Fußball wurde auch irgendwie gespielt. Die erste Halbzeit dominierte Teutonia, Spaki stand hinten drin. Klare Chancen konnten wir uns nur selten erspielen. Erst eine Ecke brachte den vermeintlichen Durchbruch. Festim auf Enis und der.....ja, das kennen wir....köpft am zweiten Pfosten ein. 0:1. Halbzeit.
Gegenwind. Spaki kam besser aus der Kabine. Wir gewannen kaum noch Zweikämpfe. Die Stürmer ruhten sich in der gegnerischen Hälfte aus und im Mittelfeld wurde nur begleitet. Und....alle 30 Sekunden wurden Aktionen abgepfiffen (ungelogen). Es fand kein Fussballspiel mehr statt. Das kam Spaki gelegen. Lange Bälle mit Rückenwind in den 16er. Wir kamen überhaupt nicht mehr ins Spiel. Wir konnten machen was wir wollen. Der Pfiff ging gegen uns. Selbst die Spakianer mussten beschämt lächeln. In der 72. Minute wurde das Spiel dem Willen von Schiri Sayilgan gerecht (wir spielten die meiste Zeit mit 10 Mann, teilweise auch mit 9). Der Ausgleichstreffer zum 1:1 nach einem langen Freistoß und Kopfballverlängerung au kurzer Distanz. Nun denn. Wir bettelten ja auch ein wenig darum. Unverständlich. Dennoch raffte sich das Team nochmal auf. Nach einer Ecke landet der Ball bei Dennis, der aus 18 Metern direkt abzieht und links unten ins Eck trifft. Jubel. 30 Sekunden Pause. Alle stehen am Anstoßkreis. Schiri Sayilgan hat im ersten Schritt auch nichts zu monieren und möchte den Treffer notieren (s. Bild unten), dann ein Hinweis von einem Spaki-Spieler (s. Bild), ach ja, dann kann er den Treffer auch anulieren. Warum? Das wissen wir bis heute nicht. Den Freistoß verlegte er auf den 5 Meterraum. Da stand keiner. Abseits kann es auch nicht gewesen sein, da noch ein Spaki-Spieler am Pfosten stand.          

Absolute Ratlosigkeit. Einfach unglaublich. Selbst der nachfolgend angesetzte Schiri beobachte die letzten Minuten. Er konnte mir auch keine Antworten auf die Situationen geben. Nur verständnisvolles Kopfschütteln.
So blieb es bei dem Remis. Darüber konnten wir uns nicht mehr ärgern.
Der Punkt ist definitiv zu wenig. Das Team läuft auf einer schiefen Bahn bergab. Trainer und Mannschaft sollten sich spätestens zur Rückrunde neu aufstellen und über Fußball sprechen. Komplett neu denken! Nicht hoffen, dass es irgendwie klappt, sondern eine gemeinsame Spielidee leben, die auch funktioniert. Da wo wir stehen, gehören wir nicht hin. Rauft euch zusammen. Konzentriert euch auf euer Spiel und fordert es ein. Schluss mit den Alleingängen und den individuellen Bedürfnissen oder persönlichen Befindlichkeiten. DER BALL MUSS ROLLEN! Und das möglichst flach und schnell. Und ihr müsst laufbereit sein. Kein Zurücknehmen. Keine "nur bequeme 70%". Wer das umsetzen will, der wird spielen. Für das Team. Und für keinen anderen! Übernehmt Verantwortung und setzt Zeichen.  

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Kommentare: 1
  • #1

    Jens Stadler (Dienstag, 11 Oktober 2016 08:41)

    Hallo Sportsfreunde :)

    Es sei dazu erwähnt, dass Spandauer Vereine seit je her schlechte Verlierer sind.

    In welchem Spiel fällt denn mal keine eventuelle Fehlentscheidung mein/ e Lieber/ Liebe ( euer Autor unbekannt ).

    Also kopf hoch liebe Spandauer und ne soviel jammern.


    Sportliche Grüße aus Brandenburg