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U17: Verfrühter "Koppdown" im last game

FV Wannsee - SSC Teutonia 4:4 (3:1)

Etwas zu früh landeten die Lockdown-Ankündigungen in den Köpfen unserer Spieler: Passivität und überhöhter Abstand bestimmten die ersten 40 Minuten. Die Köpfe hingen, die Körper schoben sich irgendwie über die nasse Wiese. Keine Kritik, denn im letzten Spiel stand der Spaß im Vordergrund. Und: die Lockerungen im Koppdown brachte dann in der zweiten Halbzeit die Wende an der Zahlentafel. Die Moral passte wieder mal:   

Ein schönes Rasenspiel in Wannsee und nochmal Landesliganiveau - ein "Dankeschönspiel" ans Team für die tollen Vorwochen. Also bloß keinen Stress von außen und die Ansprüche etwas runterschrauben. Das musste man auch auf der Wiese. Nicht alle hatten das richtige Schuhwerk dabei. Aber die Masken passten. In diesem Zusammenhang ein großes Lob an den FV Wannsee für ein tolles Hygienekonzept - vor allem in der Kommunikation und in der Umsetzung auf dem Platz. Da fragt man sich nur: warum lässt man das so nicht weiterlaufen? Was soll man noch tun, damit der Freiluftmannschaftssport möglich bleibt? Nun denn. Vieles verstehen wir gerade alle nicht. Warum und wieso bleibt der Schulsport in Gruppen draußen erlaubt mit viel, viel schlechteren Konzepten und der Vereinssport kommt unter die Räder. Ein Schlag ins Gesicht der Ehrenamtlichen und mangelndes Vertrauen. Man muss wohl Akademiker oder staatlich angestellt sein, um eine Kontrollkompetenz vorweisen zu können. 

Das Warm-up startete heute mit einer Neuerung: Brigitte glühte den Koordinationsparcours vor. Elegant und meisterhaft. Das reichte, dass die Füße der Spieler im Erstdurchlauf trocken wurden. Vielleicht drang das Wohlfühlgefühl dann auch zu sehr in die Gebeine, denn die ersten 40 Minuten waren wie bereits gesagt eher "bescheiden". Nach der Führung schlichen sich zu viele Fehler ein. Die resultierenden Gegentore waren mehr als unnötig. Unsere Spielanlage wirkte hier auch schon deutlich besser, aber auf dem Rasen gingen dann doch noch viele Bälle "daneben". Wannsee ackerte viel mehr und probierte es immer mit langen und höhen Bällen und meist über die Flügel. Damit kamen sie heute bei uns anfangs auch gut voran. 3:1 hieß es zur Pause. Mit der 41. Minute wurde aber deutlich, wozu wir spielerisch in der Lage sind. Unser Team erarbeitete sich das Remis bis zum 3:3, wir hatten das Spiel im Griff. Dann aber ein Eckball, eher eine Eckdrohne, die lange im Strafraum umhergeisterte und dann per Kopf verwandelt wurde - ohne Teutonennähe. Locker weggesteckt gings trotzdem weiter und völlig verdient gelang uns dann auch noch der Ausgleich. Ein freundschaftliches Ende mit einem hervorragendem Schiedsrichter Hans Kalupa rundete die Serie von 20 Spielen heute ab. Besonders loben möchten wir heute mal Enes. Nach einer langen Verletzungspause und erst zwei Einheiten  präsentierte er sich sehr lauf- und spielfreudig, so, wie seine Mitspieler vor ein paar Wochen brannten. 

Ja, das Brennen wird und soll bei allen wiederkommen. Das, was das gesamte Team inkl. Betreuer, Trainer und Eltern in den letzten drei Monaten abgeliefert haben, ist bemerkenswert und vorbildlich. Ein Dankeschön an euch alle. Tut etwas für eure Fitness und lasst euch nicht wieder in ein "Nichtstun" drängen. Die Natur ist immer für uns da. Die kann uns keiner wegnehmen. Schenkt ihr eure Anwesenheit und nutzt sie für lockere Läufe und frische Luft. Wir sehen uns da - mit Abstand, aber ihr uns nur von hinten, wenn ihr nichts macht :-).     

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